5 Tipps, wie du ein Buch schreibst

Schreiben ist leicht … oder?

Gelegentlicht werde ich gefragt, wie man denn am besten ein Buch schreibt. Mark Twain hat dazu einmal gesagt: „Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Worte weglassen.“

Wie vermutlich fast alle, die schon einmal ein Buch geschrieben haben, bestätigen können, ist es meistens nicht ganz so simpel, wie es in diesem Zitat klingt. Dennoch gibt es ein paar schlichte Punkte, die genauso simpel klingen und einen angesichts dessen vielleicht die Augen verdrehen lassen, die aber in der Umsetzung durchaus einen Unterschied machen können.

Tipp 1: Einfach anfangen

Ja, genau, du hast richtig gelesen. Wahrscheinlich denkst du jetzt, dass das kein richtiger Tipp ist. Aber tatsächlich ist das ein wichtiger Punkt, an dem es oftmals scheitert. Wie häufig sagt man sich, dass man irgendwann etwas tut, das man sich schon lange wünscht?

Wenn du Lust hast, ein Buch zu schreiben, dann TU ES. Setz dich an die Tastatur oder hol Stift und Block und fang an. Nur wenn du den ersten Schritt getan hast, kannst du auch das Ziel erreichen. Und denk immer daran: Es muss nicht perfekt sein. Im Nachhinein kann man das Geschriebene immer noch überarbeiten und verbessern.

Tipp 2: Nimm dir bewusst Zeit zum Schreiben

Der Anfang ist getan, aber jetzt musst du auch dran bleiben. Ein Buch zu schreiben (und später zu veröffentlichen) ist ein Marathon, kein Sprint. Nur wenn du dran bleibst, kannst du die Ziellinie überqueren.

Allzu schnell passiert es dabei im Alltag, dass man Ausreden findet, warum man gerade keine Zeit zum Schreiben hat. Tatsache ist aber, wenn du es wirklich willst, findet sich immer eine Gelegenheit. Du musst nicht eine ganze Stunde freischaufeln. Es genügen zum Beispiel auch zwanzig Minuten, die man vielleicht früher aufsteht oder später ins Bett geht – täglich oder nur am Wochenende. Finde eine Routine, die für dich passend ist.

Tipp 3: Mach dir Notizen, wie deine Charaktere aussehen

Jetzt magst du denken, dass das nicht nötig ist, schließlich weißt du, wie dein Protagonist aussieht, den du dir in Gedanken vorstellst. Aber glaub mir, spätestens wenn du die Augenfarbe nach zwei Monaten, die beim Schreiben seit der letzten Erwähnung vergangen sind, erneut beschreiben willst, wirst du dankbar sein, es getan zu haben. Das kann ich aus eigener früherer Erfahrung sagen.

Es kann frustrierend sein und dich aus deinem Schreibfluss herausreißen, wenn du mitten im Satz erst einmal dein bisheriges Manuskript durchsuchen musst, ob die Augen blau oder braun waren – und am Ende waren sie doch grün. Ist mir damals so tatsächlich beim Schreiben der Rohfassung von Unter dem Mondlicht passiert …

Tipp 4: Planung oder planlos schreiben?

Es gibt zwei, oder besser gesagt drei Arten von Autor*innen:

Die einen planen die Geschehnisse ihres Buchs durch, bevor sie zu schreiben anfangen. Teilweise sogar sehr detailliert.

Die anderen schreiben einfach drauf los und lassen sich von den Geschehnissen und Charakteren überraschen.

Und dann gibt es wiederum diejenigen, die eine Mischung aus beidem bevorzugen.

Zu welcher dieser Kategorien du gehörst, findest du in der Regel erst während des Schreibens heraus.

Viele sagen, dass es ihnen gerade beim ersten Buch leichter fällt, vorher zu wissen, was passieren wird. Wenn dich das aber zu sehr unter Druck setzt, dann fang erst einmal an und schau dann, ob du das ganze Manuskript ungeplant schreibst oder ob du später noch anfängst zumindest die als nächstes zu schreibenden Kapitel vorplanst.

In jedem Fall hilft es dir aber, wenn du zumindest das Grundproblem kennst, das dein Buch beherrschen soll. Welcher Herausforderung muss sich dein Protagonist stellen?

Lass dich nicht von dem beeinflussen, was andere sagen. Jede*r Autor*in ist anders und hat eigene Methoden. Finde heraus, was sich für dich richtig anfühlt.

(Übrigens kann das sogar von Buch zu Buch variieren. Die meisten meiner Bücher schreibe ich zum Beispiel ohne vorherige Planung des Plots, aber es gibt auch ein paar wenige Ausnahmen, bei denen ich vorher viele Geschehnisse geplant hatte und mich entsprechend vom einen Ereignis zum nächsten vorgearbeitet habe.)

Tipp 5: Geh mit offenen Augen und Ohren durch den Alltag

Um Inspiration und Ideen zu finden, hat man unendlich viele Möglichkeiten. Wenn man seine Umgebung bewusst wahrnimmt, kann man daraus viel mitnehmen.

Tiere, die man auf einem Spaziergang sieht.

Gespräche, die man im Supermarkt mitbekommt.

Tagträume unter der Dusche.

Bilder und Szenen in Filmen oder Serien.

Lass deine Gedanken mit den Szenarien spielen, die dich amüsieren oder dich auf andere Weise bewegt haben, und daraus etwas spinnen, das du in deine Geschichte einbauen willst.

Jetzt bist du dran

Übrigens: Schreiben kannst du mit Stift und Papier oder mit Word. Du brauchst gerade am Anfang nicht unbedingt ein spezielles Schreibprogramm dafür. Wenn du aber eines ausprobieren willst, das dich zum Beispiel auch bei der Planung unterstützt, kann ich dir WriteControl empfehlen, mit dem ich selbst gelegentlich arbeite und das in der Basisversion kostenfrei nutzbar ist.

Ob du nun Fantasy, Romance, Krimi oder ein anderes Genre für dein Buch wählst, ist vollkommen dir überlassen. Schreib dich frei und erlebe den Zauber, den das Schreiben einer Geschichte auf einen bewirkt.

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4. Dez. 2025