Ich mag Weihnachten – aber nicht den Winter
Ich bin ein absoluter Sommer-Mensch. Mit Sonne und Wärme fühle ich mich wohl. Der Winter ist die Jahreszeit, die ich am wenigsten mag – außer alles was mit Weihnachten zu tun hat, aber trotzdem ist es mir einfach zu kalt. Vermutlich kommt sie deshalb auch in meinen Büchern eher selten vor. Auch wenn sie nicht immer im Sommer spielen, sind sie zeitlich gesehen trotzdem meistens so angesiedelt, dass die Charaktere nicht darauf aufpassen müssen, dass sie sich irgendwelche Gliedmaßen abfrieren, wenn sie vergessen, sich vor dem nach draußen gehen eine Jacke anzuziehen.
Aber gelegentlich landen wir in der Geschichte dann doch plötzlich am Ende des Jahres. Entweder, weil es plottechnisch notwendig war oder weil sich die Charaktere mal wieder mehr Zeit gelassen haben als von ihrer Autorin (also mir) geplant war. So war das zum Beispiel auch in Unter dem Mondlicht.
Weihnachten in Unter dem Mondlicht
Majas und Davids Geschichte beginnt im Herbst und sollte ursprünglich auch darin enden. Tja, es kam, wie es kommen musste und die Charaktere haben das Zepter in die Hand genommen. Mit einem Mal sah ich mich mit einem Weihnachtsfest und sogar Silvester konfrontiert und ich war gespannt, wie es meine Leute begehen würden.
Und sie haben mich nicht enttäuscht. Denn in Davids kleinem Dorf ist die Weihnachtszeit eine große Sache. An den Adventssonntagen kommen sie zusammen, um sich eine schöne Zeit zu machen und ihren Alltag zu entschleunigen. Heiligabend selbst verbringt dann jeder im engsten Familienkreis, bevor sie an den beiden Weihnachtsfeiertagen wieder gemeinsam feiern – genauso wie Silvester und Neujahr. Mit einem großen Lagerfeuer mitten im Dorf, viel Essen, Trinken, Musik, Tanz und Spaß begehen sie diese Feste. Sie lassen sich treiben und konzentrieren sich darauf, ihre zwischenmenschlichen Beziehungen zu pflegen und zu verbessern, wobei sie ihre alltäglichen Pflichten und Aufgaben für ein paar Stunden einfach vergessen.
Erfahre mehr über Unter dem Mondlicht
Das Buch direkt bei Amazon kaufen
Weihnachten in Kriegerin der Nacht
Auf Schloss Brandora wiederum ist es natürlich schwierig, sich auf den engsten Familienkreis zu begrenzen. Am Königshof der Vampire ist es schwierig, sich echte Privatsphäre zu schaffen, vor allem wenn es so viele Personen gleichzeitig tun wollen würden – außer man schließt sich in seinem Zimmer ein. Daher reisen die Vampire ab, die sich mit ihren Familien treffen wollen, um sich außerhalb des Schlosses mit ihnen zusammenzutun. Meist verbringen sie die Weihnachtsfeiertage dann in einem Privathaus eines Familienmitglieds.
Aber natürlich können nicht alle das Schloss verlassen, immerhin haben die Mitglieder der königlichen Wache eine Aufgabe zu erfüllen, auch wenn der Dienst in dieser Zeit nur eingeschränkt notwendig ist. Alle, die am Hof bleiben, feiern ähnlich wie in Davids Dorf gemeinsam. Es gibt ein rauschendes Fest an Heiligabend und an den darauffolgenden Tagen treffen sie sich oftmals in kleinen Gruppen oder ziehen sich auf ihre Zimmer zurück. Dabei sind natürlich alle Vampire, egal welcher Religion willkommen.
Die Legionäre, die als Führungskräfte im Schloss bleiben müssen, veranstalten ihre eigenen kleinen Feiern, zu denen außer den Legionären maximal die Königsfamilie zugelassen ist. Da sie sich sehr nahe stehen, ist das ihre Art, mit ihrer Familie Weihnachten zu feiern und sich für ein paar Stunden zu entspannen, fernab von ihren Pflichten und ihrer Vorbildsfunktion.
Weihnachten erleben wir in der Trilogie jedoch nicht. Dennoch kannst du einen Einblick bekommen, wenn du die Kurzgeschichtensammlung liest.
Erfahre mehr über Kriegerin der Nacht
Das Buch direkt bei Amazon kaufen
Weihnachten in Witches of Chicago
Daphnes Weihnachten ist jedes Jahr aufs Neue durchwachsen. Zum einen deshalb, weil sie in dieser Zeit des Jahres ganz besonders an die Familienmitglieder erinnert wird, die sie verloren hat. Zum anderen, weil das schlechte Verhältnis zu ihrer Mutter immer wieder für Spannungen sorgt und zum Teil auch zu Auseinandersetzungen führt.
Zum Glück ist das aber nicht alles, aus dem ihr Weihnachten besteht, schließlich hat sie auch noch ihre Tante und die anderen Mitglieder ihres Hexenzirkels, die allesamt auf Frieden und Freundlichkeit ausgerichtet sind. Denn die Mitglieder eines Zirkels, die keine eigene Familie haben, mit der sie Weihnachten feiern wollen, verbringen die Feiertage in der Regel zusammen und machen sich gemeinsam eine schöne Zeit.
Auch in dieser Buchreihe bekommen wir das Weihnachtsfest nicht mit, da wir der Geschichte zu wärmeren Jahreszeiten folgen.
Erfahre mehr über Witches of Chicago
Das Buch direkt bei Amazon kaufen
Weihnachten in Die Magierin
Für Rubina war Weihnachten noch nie ein Grund zur Freude. Ohne Mutter, dafür mit einem tyrannischen Vater und einem Bruder, der sie entweder ignoriert oder so behandelt hat, wie gerade seine Laune war, war ein friedliches, schönes Fest für sie ein Ding der Unmöglichkeit.
Aber vielleicht ändert sich das ja noch …?
Das Buch Die Magierin erscheint 2026
Jeder feiert Weihnachten anders
Jede Familie ist anders. Jede Person ist anders. Und in diesem Fall: Jede magische Spezies ist anders. Dadurch ergibt sich ein bunter Mix, wie Weihnachten begangen wird. Und in den späteren Welten und Spezies, die es in meinen Büchern noch geben wird, werden sich weitere Unterschiede darin finden. So plane ich beispielsweise gerade (indirekt) eine Geschichte (zu der es wahrscheinlich noch einige Monate dauern wird, bis ich dazu komme, sie endlich zu schreiben), in der Weihnachten für meine Protagonistin überhaupt keine Rolle spielt. Aber genau diese Vielfältigkeit ist es doch, die nicht nur Bücher sondern auch das reale Leben so abwechslungsreich und spannend macht.






