Alle Jahre wieder …
Am Anfang des Jahres ist es immer wieder so weit: Ich plane mein bevorstehendes Autorenjahr. Und ich gebe zu, dass es jedes Mal wieder eine Herausforderung ist. Aber da ich mir Ziele setzen will, um in meinem Autorenbusiness voranzukommen, ist es letztendlich unabdingbar. Zumindest für mich. Und schließlich habe ich auch nicht unendlich viele Kapazitäten und Ressourcen zur Verfügung. Wie die eingesetzt werden, will geplant werden.
Wie ich dabei vorgehe, erfährst du in den folgenden Absätzen.
Brainstorming & einen Überblick über meine Wunsch-Ziele verschaffen
Als erstes notiere ich mir alles, was ich mir wünschen würde, erreichen zu können. Unabhängig davon, ob es realistisch ist oder nicht. Denn die Frage nach der Umsetzbarkeit stelle ich mir erst im Anschluss, wenn ich tiefer ins Detail gehe und meine Ressourcen mit einbeziehe.
Mögliche Ziele sind zum Beispiel:
3 fertige Rohfassungen überarbeiten und veröffentlichen.
100 neue Follower auf Instagram gewinnen.
Auf 2 Messen/Veranstaltungen vertreten sein.
Meine Website überarbeiten.
Meinen Arbeitsalltag besser organisieren.
Amazon Ads lernen.
x Gewinn machen.
Das ist jetzt nur ein beispielhafter Auszug aus meinen Notizen. In der Regel sind dort noch wesentlich mehr Punkte aufgelistet. Meistens so viele, dass ich bereits beim Aufschreiben weiß, dass es eben wirklich zu viele sind. Dennoch kommen sie zu Papier, damit ich eine Übersicht habe, wo ich hin will und Prioritäten setzen kann.
Es geht in die Detailplanung
Danach unterteile ich diese Ziele in Maßnahmen, die im Einzelnen nötig sind, um das jeweilige Ziel zu erreichen. Dabei wird oftmals ersichtlich, dass manche Arbeiten Einfluss auf mehrere Ziele haben und sich dadurch gegenseitig begünstigen. Oder ein Ziel liegt auf dem Weg zu einem anderen.
Die Finanzen müssen mit bedacht werden
Und dann stellt sich natürlich noch die große Frage, wie viel Geld ich zum Investieren einplanen kann und will. Für welche dieser Ziele kann ich wie viel Geld freigeben? In diese Rechnung spielen zum einen meine Umsätze hinein. Natürlich weiß ich zu diesem Zeitpunkt nicht genau, wie viel ich in diesem Jahr verdienen werde, aber anhand der Vorjahre kann ich inzwischen eine Einschätzung abgeben, was mir zur Verfügung stehen wird – zumindest hoffe ich das und wie es zum Beispiel 2023 deutlich wurde, können die Zahlen am Ende auch komplett anders aussehen.
Zum anderen überlege ich mir aber auch, wie viel ich aus meinen eigenen Ersparnissen einbringen will. Möchte ich das überhaupt oder soll das Geld lieber für einen größeren Urlaub genutzt werden?
Das muss gut überlegt werden, zumal ich im Idealfall als großes Ziel am Ende des Jahres schwarze Zahlen in der Bilanz stehen haben möchte und nicht rote. Immerhin ist Selfpublishing ein teurer Spaß.
Die verfügbare Zeit kalkulieren
Neben dem finanziellen Aspekt spielt aber auch der Faktor Zeit eine große Rolle.
Da ich nicht nur als Autorin tätig bin, wird natürlich ein (großer) Teil meines Tages/meiner Woche für anderweitige Arbeit benötigt – zum Beispiel für meine Selbstständigkeit als Webdesignerin. Dementsprechend ist das Kontigent, das mir für mein Autorenbusiness zur Verfügung steht, stark eingeschränkt.
Dazu kommt, dass ich mich zwischendurch auch mal entspannen möchte und muss, um nicht von meinem Körper mit körperlichen Problemen gestraft zu werden. Und natürlich sind da auch noch solche „Kleinigkeiten“ wie Haushalt, private Krisen, die viel Aufmerksamkeit und Kraft von einem fordern, und andere Pflichten zu erledigen. Und mit Freunden und Familien will ich irgendwann auch noch Zeit verbringen.
In den vergangenen Jahren durfte ich einiges an Erfahrung sammeln, wie aufwändig manche To Dos sind, wodurch ich ein besseres Gespür dafür bekomme, welche Ziele mit meiner zur Verfügung stehenden Zeit erreichbar sind. Und vor allem habe ich verstanden, dass ich einen deutlich größeren Puffer für unvorhergesehene Dinge einplanen muss, als ursprünglich gedacht. Den brauche ich nicht nur für Phasen, in denen ich krank bin und nicht oder nur eingeschränkt arbeiten kann, sondern auch für unerwartete Arbeiten. Oder Aufgaben auf dem Weg zu meinen Zielen, die eben doch mehr Zeit in Anspruch nehmen als erwartet.
Das Ergebnis
Mit all diesen Faktoren im Hinterkopf schaue ich mir die Liste, die ich erstellt habe, noch einmal genauer an und dann kommt der wirklich schwere Teil: ausmisten.
Erkennen, dass manche Ziele zu hoch gesteckt sind oder schlicht in diesem Jahr nicht erreicht werden können, weshalb sie auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.
Prioritäten setzen, welche Ziele mir wichtiger sind als andere. Entweder weil sie der erste Schritt auf dem Weg zu einem anderen Ziel sind oder weil sie vielleicht sogar leichter zu erreichen sind.
Denn auch etwas anderes darf man nicht vergessen: Wenn man seine Ziele zu hoch setzt, dann wird es immer schwerer, sie auch zu erreichen und wenn Erfolgserlebnisse ausbleiben, geht einem irgendwann die Motivation und die Kraft aus, weiter an ihnen zu arbeiten.
Das Fazit kann überraschend ausfallen
Das Resultat all dieser Überlegungen fällt natürlich jedes Mal anders aus.
2023 habe ich zum Beispiel zum ersten Mal die Entscheidung getroffen, die ersten beiden Monate eine Pause auf meinen Social Media Kanälen einzulegen und auch das Schreiben ruhen zu lassen, das zugegebenermaßen ohnehin gerade schleppend lief und eine kreative Pause gebraucht hat.
Im Gegenzug habe ich mich voll und ganz auf mein Fundament und Marketing konzentriert. Ich habe eine neue Ausrichtung festgelegt, darüber nachgedacht, was ich wirklich verändern und was ich beibehalten will. Erste Marketingmaßnahmen umgesetzt – wie zum Beispiel die Neugestaltung meiner Website – und Maßnahmen für das restliche Jahr so weit wie möglich vorbereitet, um später im Jahr mehr Zeit für meine Bücher zu haben und weniger Stress mit Deadlines zu haben. Durch die Komprimierung dieser Aufgaben, konnte ich mich viel besser auf sie fokussieren und habe dadurch wahrscheinlich mehr geschafft, als es sonst der Fall gewesen wäre.
2024 stand nach einer einscheidenden Veränderung Anfang des Jahres voll und ganz im Zeichen meiner Gesundheit. Ich musste das Autorenbusiness fast vollständig ruhen lassen. Das war schwer, aber notwendig und hat mich letzten Endes gestärkt aus diesem Jahr herausgehen lassen.
2025 konnte ich wieder mehr arbeiten, aber durch den Start in die Vollzeit-Selbstständigkeit und den Aufbau meiner Selbstständigkeit als Webdesignerin & SEO-Managerin konnte ich nicht so viel als Autorin tun, wie ich es mir gewünscht und vorgenommen hatte.
2026 steht nun auch das Autorenbusiness wieder auf der Prioritätenliste. Mit vielen Punkten auf der To-Do-Liste und mit neuen Büchern, die veröffentlicht werden wollen.
Ob meine Strategie für dieses Jahr so gut funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe, wird sich im Verlauf des Jahres zeigen und dann kann ich für 2027 eine Entscheidung treffen, ob ich sie wiederhole oder anpasse. Denn die Dynamik und die Notwendigkeit, sich den eigenen Erfahrungen und Veränderungen im Alltag anzupassen, gehen schließlich nie vollständig verloren.





